Am letzten Dienstag nahm ich an einer Vortragsveranstaltung an der Universität Potsdam teil. Der „promovierte Politikwissenschaftler“ Peer Heinelt „sprach“ zu zivil-militärischer Zusammenarbeit und dem Masterstudiengang Military Studies. Organisiert wurde das Referat vom AK Kritik (ohne Webauftritt).
Die Art und Weise, wie er diesen Vortrag hielt, seine empirische Basis (die Studienordnung und einige Webseiten) und die pseudo-Wissenschaftlichkeit zeugten von der Tatsache, dass dieser Mann unter dem Vorwand eines akademischen Niveaus schlicht politische Propaganda durchführte. Und der polemisierende Stil war ein Zeichen von absoluter Niveaulosigkeit. Er konnte weder eine gewisse Diskussionkultur halten (Unterbrechungen der Redebeiträge von Gästen waren die Regel), noch hatte er keine Spur von Respekt gegenüber den Anwesenden (die Veranstalter und Moderatoren mal ausgenommen). Mit Kritik konnte er in keiner Art und Weise umgehen (auf den Hinweis seiner empirischen Basis reagierte er mit den Worten „professorales Gequatsche“).
Dass das ganze tatsächlich mit 300,- € aus studentischen Mitteln finanziert worden sein soll, finde ich wirklich erschreckend! Auf anderen Seiten finden sich Hinweise, dass derselbe „Vortrag“ auch am Mittwoch und Donnerstag in universitären Räumlichkeiten in Berlin stattgefunden hat (und wahrscheinlich ebenso gut bezahlt worden ist). Gegen solch eine Geldverschwendung wird dann seltsamerweise nicht protestiert…
Eine gute Einschätzung der Veranstaltung findet sich auf dem MILAN.



